Nachhaltigkeit

10 Tipps zur Abfallvermeidung im Einzelhandel

Veröffentlicht: 25.02.2018 Lesezeit: 5 Min
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10 Tipps zur Abfallvermeidung im Einzelhandel

Jeder hat bereits von diesem Thema gehört und einige haben sogar schon etwas dagegen gemacht: der anfallende Abfall im Einzelhandel. Die Bandbreite geht über Verpackungen, Plastiktüten und Dekoration. Als Unternehmen möchte man zum Einen Verantwortung übernehmen und zum Anderen das eigene Image stärken. Wofür möchte ich als Unternehmen stehen? Wie möchte ich wahrgenommen werden? Wie soll mein Geschäft wahrgenommen werden? Da nichts gegen ein gutes Image und gegen Verantwortungsbewusstsein spricht, werden die nachfolgenden 10 Tipps zur Abfallvermeidung für Sie interessant sein. Ihnen wird auffallen, dass nicht nur Supermärkte und große Unternehmen, sondern auch kleinere Geschäfte bei der Reduzierung von Abfällen mitmachen können.

1. Vermeiden Sie Einwegtüten

Einige Supermärkte gehen diesem Tipp schon nach. Wiederverwendbare Beutel werden heute für Händler in einer großen Auswahl angeboten. Wenn Sie in Ihrem Geschäft keine Plastiktüten mehr anbieten, greift Ihre Kundschaft automatisch zu wiederverwendbaren Taschen. Mit der Zeit werden Sie einen Umschwung wahrnehmen und Ihre Kunden werden Ihre eigenen Taschen mitnehmen. Das grundlegende Problem hierbei sind die Gemüseabteilungen und ihre sogenannten Hemdchentragetaschen. Ziel ist schließlich ein echtes Umdenken und das Verständnis, dass Bananen oder ein Kürbis keine Tüte benötigen.

Umwelttipp: Bieten Sie Ihren Kunden ausschließlich wiederverwendbare Tüten an!

2. Alternative zu Kunststoffverpackungen

Ist Ihr Unternehmen ein Restaurant, Imbiss oder ein Food Truck? Verwenden Sie Alufolie, Plastiktüten und Kunststoffschalen als Verpackung? Dann muss hier dringend umgedacht werden. Verwende Sie nachhaltige Verpackungen. Wählen Sie statt Kunststoffbesteck die Holz-Variante aus nachwachsenden Naturhölzern. Die klassische Pappschale ist zu 100% recyclingfähig. Haben Sie schonmal von der kompostierbaren Schale aus Zuckerrohr gehört? Sie kann bestens für Suppen, Salate, Reis- und Nudelgerichte verwendet werden. Anstatt Alufolie kann man Papiervarianten wählen. Es gibt etliche Alternativen, die die Kunststoffverpackungen und umweltfreundliche Verpackungen ersetzen können, ein netter Beigeschmack ist natürlich die Umweltfreundlichkeit.

Umwelttipp: Herkömmliche Verpackung aus Kunststoff durch nachhaltige Verpackungen ersetzen!

3. Vermeiden Sie überflüssige Verpackungen

Wer kennt es als Gewerbetreibender im Onlinehandel nicht: Versandkartons die nur einmalig verwendet werden, jedoch eine durchaus höhere Lebensdauer haben. Oftmals sind Versandkartons nach ein- oder zweimaliger Verwendung noch fast wie neu. Daher versuchen Sie doch so oft es möglich ist, gebrauchte Kartons zu verwenden und nur die Etikette auszutauschen.

Umwelttipp: Versandkartons lieber alt statt neu!

4. Verzichten Sie auf Luftpolster- und Plastikfolie

Plastikfolie wie Noppen Plastikfolie ist sehr praktisch, um zerbrechliche Ware beim Versand zu schützen. In den meisten Fällen kann Papier diese Folien jedoch ersetzen. Beispielsweise schützt altes Zeitungspapier oder Stopfpapier zerbrechliche Ware hervorragend. Auch Styroporfüllungen sind nicht besonders umweltverträglich, weil Styropor aus Schaumkunststoff besteht und nicht biologisch abbaubar ist. Alternativen wären hierzu beispielsweise Papier-Verpackungs-Chips oder Verpackungspolster aus Altkartonagen.

Umwelttipp: Alternative Füllstoffe wie Zeitungspapier statt Folien für den Warenversand bevorzugen

5. Ein Zeichen setzen mit umweltfreundlichen Geschenkverpackungen

Jeder liebt kunstvoll verpackte Geschenke. Aber Bänder und bunte Lackpapiere belasten die Umwelt stark. Hier hilft der Blick ins Internet und ein bisschen Kreativität. Verwenden Sie Papier, welches ohnehin da ist, wie das bunte Papier aus alten Zeitungen zum Verpacken kleiner Geschenke. Alte Schnittmusterbögen oder Notenblätter eignen sich wunderbar zur Verpackung. Ein paar gemalte oder gestempelte Sterne machen es zum perfekten Weihnachtspapier. Auch naturfarbenes Packpapier kann prima bemalt werden.

Umwelttipp: Gebrauchte Materialien, Naturmaterialien oder wiederverwendbare Geschenkverpackungen nutzen!

6. Kreativität beim Dekorieren

Künstlicher Schnee hier, Glitzer da – Plastik und Folien sind überall. Muss ein weihnachtlich dekoriertes Schaufenster wirklich so aussehen? Nein, wie wir finden geht es auch anders. Verwenden Sie wiederverwendbare Dekorationen. Verzichten Sie auf bunte Plastikfolien und Lametta. Ein echter Weihnachtsbaum ist auch nicht notwendig. Eine Alternative wäre entweder ein künstlicher Weihnachtsbaum oder gewagter eine Leiter, die mit Weihnachtskugeln und eine LED Lichterkette verziert ist. Unter diese Leiter können Sie wundervoll alte Kartonagen, verpackt in umweltfreundlichen Geschenkverpackungen platzieren.

Umwelttipp: Gestalten Sie Ihr Schaufenster und Ihren Laden weihnachtlich mit Naturmaterialien und Kreativität!

7. Weitergeben statt wegwerfen

Nicht nur Verpackungen und Dekorationen können umweltfreundlich gestaltet werden. Alle Produkte, die weggeworfen werden, obwohl sie noch voll funktionstüchtig sind, stellen eine sinnlose Ressourcenverschwendung dar. Ein gutes Beispiel sind Bücher. Ein ausgelesenes Buch ist noch genauso gut wie nach dem Kauf. Aber wer liest schon einen Krimi oder einen Roman doppelt? Weitergeben ist hier die Devise. Stellen Sie ein Bücherregal in Ihrem Laden auf, in dem Ihre Kunden gebrauchte Bücher einstellen können und sich andere mitnehmen können. Das Gleiche funktioniert gut mit CDs, DVDs, Spielzeug oder Kleidung. Vielleicht könnten Sie sogar eine Spendenbüchse aufstellen und die Erlöse einem gemeinnützigen Projekt zur Verfügung stellen.

Umwelttipp: Werfen Sie Ihre gebrauchten Gegenstände nicht weg, machen Sie einen guten Zweck daraus! Schaffen Sie für Ihre Kunden eine Möglichkeit, um gut erhaltene Waren zu tauschen oder weiterzugeben!

8. Events sind auch ohne Heliumballons schön dekoriert

Sie feiern ein Jubiläum, eine Neueröffnung, eine Aktion oder ein anderes Event und benötigen Partydekoration? Dann Finger weg von Heliumballons und Luftballons, die an Orte fliegen könnten, an die sie nicht gehören. Dekorieren Sie mit schönen Blumen, beschriebenen Kreidetafeln, Buchstabentafeln oder Wabenbällen. Auch hier kann man sich durch das Internet sehr gut inspirieren lassen. Wenn Sie Aktionen planen, verschenken Sie keine Luftballons, sondern Blumen der Saison.

Umwelttipp: Blumen sind ein schönes Geschenk unserer Natur, machen Sie Ihren Kunden damit eine Freude.

9. Umweltschutz als Werbefaktor

Vermeiden, Reduzieren, Verzichten – Begriffe, die nach einem Verlust klingen. Das muss jedoch nicht sein. Immer mehr Kunden wünschen sich einen bewussteren Umgang mit natürlichen Ressourcen. Bei diesen Kunden werden Sie mit umweltfreundlichen Verpackungen sowie Dekorationen punkten und zusätzliche Aufmerksamkeit erzielen. Weisen Sie im Gespräch oder mit Hinweisschildern auf den Umweltschutz in Ihrem Unternehmen hin. Erläutern Sie den Kunden, warum Sie auf den Weihnachtsbaum oder Verpackungen aus Plastik verzichten. Immer mehr Kunden werden Ihrem Vorbild folgen und bewusster mit den Ressourcen unserer Natur umgehen. Somit verwandeln Sie Umweltschutz zu einem Alleinstellungsmerkmal für Ihr Unternehmen!

10. Nutzen Sie Netzwerke und Kampagnen

Als Einzelhändler einen Beitrag zur Abfallvermeidung zu leisten, ist nicht kompliziert und Sie sind nicht allein. Nutzen Sie regionale Netzwerke, schließen Sie sich mit anderen Einzelhändlern zusammen, die das gleiche Ziel verfolgen. Nutzen Sie Kampagnen wie zum Beispiel die Europäische Woche der Abfallvermeidung oder die Aktionstage Nachhaltigkeit. So erhalten Sie interessantes Informationsmaterial, Tipps und Hinweise zur Umsetzung und gewinnen neue Partner.

Umwelttipp: Zusammen kann man mehr erreichen, auch beim Umweltschutz!

Fazit

Mit unseren 10 Tipps können Sie Ihren ökologischen Fußabdruck wesentlich verkleinern. Dennoch ist einleuchtend, dass bei aller Anstrengung die vollständige Abfallvermeidung im Einzelhandel nicht gelingen kann. Dann ist es wichtig, Abfälle fachgerecht zu entsorgen und einer Verwertung zuzuführen. Doch keine Sorge, diese Kriterien sind Dank des ganzheitlichen Wertstoffmanagements von PreZero im Handumdrehen gemeistert.

Lösungen für die fachgerechte Entsorgung im Handel

Die Rückgabe an den Lieferanten ist eine wichtige Möglichkeit. Wenn Sie die Ware direkt bei der Lieferung auspacken oder wenn Sie kontinuierlich von einem Unternehmen beliefert werden, ist der Lieferant verpflichtet, die Transportverpackung zurückzunehmen. Das gilt für alle üblichen Verpackungsabfälle: Kartonagen, Folien, Papier, Schaumstoff, Styropor, Paletten, Obststiegen und Kisten.

Die Teilnahme an einer Branchenlösung ist außerdem denkbar: Einige Branchen, wie Sanitär-, Elektro- und Möbelbranche, haben Branchenlösung für die Entsorgung geschaffen. Die Hersteller zahlen in diesem Fällen eine Gebühr an die Entsorger, die Händler müssen nur die Kosten für die Vorsortierung übernehmen. Hierbei ist PreZero ein zentraler Partner bei der Abfallentsorgung und ein fester Kooperationspartner in diesen Schlüsselindustrien. Wir beraten unsere Kunden und bieten Gewerbetreibenden weitreichende Services rund um deren Werstoffmanagement. Wir bieten Ihnen Unterstützung dabei Ihre Entsorgung selbst in die Hand zu nehmen. In diesem Fall übernehmen Sie als Einzelhändler die Entsorgung und können dem Lieferanten Kosten in Rechnung stellen.

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