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PreZero Blog

Denn wir wissen - Abfälle sind Wertstoffe am falschen Ort

Verbot von Einwegplastikartikeln innerhalb der EU – Einfluss des Gesetzes auf Gastronomie und Einzelhandel

Was besagt das neue Anti- Einwegplastik Gesetz?

Das EU Parlament hat einen wichtigen Schritt in Richtung ZeroWaste gemacht. Das am 24.10.2018 beschlossene Verbot von Einwegartikeln aus Plastik sowie höhere Recyclingquoten gelten ab dem Jahr 2021 für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Außerdem wurde nach der ersten Gesetzeslesung zugestimmt den Verbrauch von Einwegprodukten bis 2025 um ein Viertel zu senken – beispielsweise durch Preiserhöhungen oder Werbung für Plastik-Alternativen.

Klare Veränderungen werden gerade für Gastronomen und Einzelhändeler spürbar sein, da Konsumentenlieblinge wie Strohhalme, dünne Plastiktüten, Plastikgeschirr und -besteck, Wattestäbchen und Ballonhalter aus dem Sortiment verbannt werden. Zuvor hatten bereits große Einzelhändler wie LIDL, Kaufland und REWE angekündigt bis 2019 viele Einwegartikel aus Plastik aus dem Verkauf zu nehmen, wobei die neue Linie der EU zur Plastikreduktion der Entwicklung zusätzlich den Rücken stärkt.

Die neue „No-Go-Rubrik“ der Plastikartikel wird allerdings nicht um Plastikflaschen erweitert. Diese sollen separat gesammelt werden, wobei Mitgliedsstaaten bis 2025 Einweg-Plastikflaschen zu 90 Prozent recyclen müssen. Um besonders betroffene Gastronomen und Einzelhändler nicht mit der neuen Regelung allein zu lassen, hat PreZero die Liste der verbotenen Artikel noch einmal zusammengefasst. Diese Plastikwaren sind ab 2021 tabu: Trinkhalme, Besteck, Teller, Luftballonstäbe, Rührstäbchen für den Kaffee, dünne Plastiktüten, Wattestäbchen, Getränkeverpackungen aus erweitertem Polystyrol und so genanntes „oxo-abbaubares Plastik“.

Wieso werden Einwegplastik-Produkte verboten? 

Bereits heute landen 30 Millionen Tonnen Plastikabfälle jedes Jahr im Meer. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in der EU 150.000 bis 500.000 Tonnen Plastik pro Jahr ins Meer gelangen. Somit dümpeln 140 Millionen Tonnen Plastik auf unseren Ozeanen – ein ganzer Kontinent aus Müll.

Dabei ist die Verschmutzung durch Plastik längst nicht mehr alleine eine Umwelt- sondern ebenfalls eine Gesundheitsfrage. Da das Plastik im Wasser langsam zu Mikropartikeln zerfällt, nehmen Meerestiere diese auf der Suche nach Nahrung wieder auf. Die Studie des Umweltbundesamts in Wien wies kürzlich Mikroplastiken im menschlichen Körper bei 100 Prozent der Probanden nach. Das Entstehen von Krankheiten durch die kleinen Partikel in unserem Verdauungstrakt kann hierbei nicht ausgeschlossen werden.

Daher kommen die ambitionierten Regeln der EU gerade recht, um diese Plastikkrise zu beenden. Und was wirklich großartig ist: PreZero steht komplett hinter dieser Sache und hilft den besonders Betroffenen – Gastronomen und Einzelhändlern – alle Abfälle nachhaltig zu beseitigen und Alternativen zu finden!

Was für Alternativen haben Gastronomen oder Einzelhändler für Plastik-Einwegartikel?

PreZero empfiehlt die Chance zu nutzen und schnellstmöglich die Wegwerf-Plastikartikel zu ersetzen. Dabei können Strohhalme ganz einfach aus Metal, Glas oder Bambus ersetzt werden. Zudem sollten Einwegplastikbecher und -teller zukünftig Papier oder wiederverwendbaren Kunsstoffen weichen. Allgemein wird es höchste Zeit für ein Pfandsystem für wiederverwertbare „To-Go“ Verpackungen, wie es sie bereits vierlerorts für Kaffeebecher gibt.

Bei den „To-Go“ Artikeln kann man momentan z.B. auf Besteck aus Palmenblätter oder Birkenholz Ersatz zurückgreifen. Damit sehen Gabel und Teller nicht nur schöner aus, sondern sind extrem stabil und werden gut beim Verbraucher ankommen. Ein weiterer Ersatz für Einwegplastik heißt Polylactid (PLA) und ist bei korrekter Zuführung in die Vorbehandlungsanlage komplett CO2 neutral! Das bedeutet für Gastronomen oder Einzelhändler gleichermaßen, dass man ein starke Verkaufsargumente mit dem Verzicht auf Plastik gewinnen kann ohne Einbußen beim Produktportfolio machen zu müssen.

Fazit

Ob mit Papier, PLA oder anderen nachhaltigen Alternativen, fest steht, dass es viele Möglichkeiten gibt das Plastik von heute zu ersetzen. Die Industrie steht unter Zugzwang weitere Substitute auf den Markt zu bringen. Lassen Sie uns gemeinsam die gute Entscheidung des EU Parlaments begrüßen und Ihren Betrieb nach höchsten Standards schon heute CO2 neutral halten auf dem Weg zu #ZeroWaste und #NoPlastic.


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