Grundlastkraftwerk für Strom, Fernwärme und saftige Tomaten

Thermische Abfallbehandlungsanlagen erfüllen wichtige Aufgaben für eine ganzheitliche Entsorgung. Unsere Energieanlage in Zorbau, einem Ortsteil von Lützen in Sachsen-Anhalt, verwertet Hausmüll aus der Region. Hierdurch leisten wir einen Beitrag zur regionalen Abfallentsorgung.

In Deutschland wird ein bedeutender Teil der Abfälle stofflich recycelt. Mit dem Rest lassen sich Strom, Wärme und Dampf erzeugen. Zudem enthält mancher Abfall gefährliche Stoffe, die nicht im Umlauf bleiben dürfen. Unsere Anlage ist dafür ausgerüstet, diese unschädlich zu machen.

Durch den Einsatz moderner Reinigungstechnologien unterliegen wir den gesetzlich vorgeschriebenen Umweltstandards und behördlichen Kontrollen. Wir setzen auf einen transparenten Dialog mit den Menschen in unserer Umgebung über die Aufgaben unserer Anlage: Wir reduzieren Abfallvolumina, behandeln schadstoffhaltige Abfälle fachgerecht und nutzen die entstehende Energie.

Zorbau von oben

Leistung

Was leistet die Anlage?

In unserer Anlage produzieren etwa 50 Beschäftigte rund 200.000 MWh Strom pro Jahr,der teilweise aus dem biologisch abbaubaren Anteil des Abfalls gewonnen wird. Die erzeugte Energie kann rechnerisch zur Versorgung zahlreicher Haushalte beitragen. Hinzu kommen fast 13.000 MWh Fernwärme für die umliegenden Dörfer und das Gewerbegebiet. So schaffen wir Versorgungssicherheit für zahlreiche Bürger. Zusätzlich kann Wärme und Strom für die benachbarte landwirtschaftliche Erzeugung bereitgestellt werden.

Mitarbeiter schaut in Heizkessel

Funktion

Wie funktioniert die Anlage?

Der angelieferte Hausmüll wird zunächst in den Müllbunker gekippt. Dort heben Greifer ihn in den gut gesicherten Ofen. Vereinfacht gesagt, erhitzt die Verbrennung Wasser, das über Rohre in eine Turbine geleitet wird. Hier treibt die Kraft des Wasserdampfs einen Generator an, der Strom erzeugt. In Zorbau laufen zwei Kessellinien, mit denen wir Abfall in Strom und Wärme für die Region umwandeln. Wir prüfen fortlaufend Möglichkeiten zur künftigen Einbindung alternativer Energieträger.  

Technische Daten zu unserer Anlage und Details finden Sie hier. 

Leitwarte

Schadstoffe

Wo bleiben die Schadstoffe?

Die Schadstoffe werden in der Rauchgasreinigung entfernt und die Rückstände anschließend untertägig zum Verfüllen alter Hohlräume - als Bergversatz - verwendet.  

Moderne thermische Abfallbehandlungsanlagen tragen durch ausgereifte Filtertechniken dazu bei, die Emissionen im Vergleich zu früheren Jahrzehnten drastisch zu senken.  

Wer die Grenzwerte der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImschV) mit den tatsächlichen Emissionen vergleicht, stellt fest: Die eingesetzten Filteranlagen sind darauf ausgelegt, die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte sicher zu unterschreiten. Gleichwohl informieren wir uns regelmäßig über innovative Verfahren zur weiteren Emissionsminderung.

Details zur Rauchgasreinigung sowie den Vergleich der Grenzwerte finden Sie hier. 

LKW vor Anlage

Resteverwertung

Was passiert mit den Resten?

Nach dem Verbrennungsprozess verbleibende Reststoffe werden nach Möglichkeit der Metallrückgewinnung sowie der Verwertung zugeführt. Zum Einsatz kommen die mineralischen Reste dann unter anderem im Straßenbau.