Aktuelles

Aufklärungskampagne mit geTon

Veröffentlicht: 15.11.2019
Blog > Aktuelles > Aufklärungskampagne mit geTon

PreZero und die Initiative geTon machen gemeinsame Sache beim Umweltschutz: Mit einer bundesweiten Aufklärungskampagne vor ausgewählten Märkten der Handelsketten Kaufland und Lidl führen Aktionskünstler anschaulich vor, was beim Recycling wichtig ist.

„Heute schon recycelt?“ „Ja klar“, würden vermutlich die meisten von uns antworten. „Aber haben Sie dabei auch alles richtig gemacht?“

„An dieser Stelle wird es meistens spannend“, berichtet Friedhelm Susok. Eigentlich Theaterschauspieler ist er in diesen Tagen jedoch auf einer besonderen Mission unterwegs: Als Teil des geTon-Aktionsteams informiert Susok gemeinsam mit je drei Kollegen in ganz Deutschland Supermarktbesucher über Müllvermeidung und den richtigen Umgang mit der Gelben Tonne und dem Gelben Sack. „Obwohl sich die meisten Menschen hierzulande viel Mühe beim Trennen ihrer Abfälle geben, gibt es noch immer viele Wissenslücken. Wir könnten beim Recycling noch viel besser werden.“

Zum Beispiel beträgt die Fehlwurfquote bei PreZero in Gelben Tonnen und Gelben Säcken zurzeit noch immer zwischen 20 und 30 Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass Verbraucher aus Unwissen oder Unachtsamkeit falsch sortieren. Es gibt aber auch Verpackungen, die heute noch nicht recycelt werden können.

Mit „Trennory“ spielerisch das Recycling-Wissen testen

Friedhelm Susok und seine Mitstreiter wollen das ändern. Und das nicht etwa mit dem erhobenen Zeigefinder, sondern mit Spaß. Zum Beispiel, indem sie Passanten überreden, eine Runde „Trennory“ zu spielen. Beim interaktiven Memory-Spiel mit Bildern von unterschiedlichen Abfällen und Trennsystemen kann jeder spielerisch sein Wissen testen.

Friedhelm Susok dient das Spiel vor allem als willkommener Gesprächseinstieg. „Wissen Sie eigentlich, was alles in die Gelbe Tonne gehört und was nicht? Lohnt sich Mülltrennung überhaupt? Und was passiert eigentlich mit den Wertstoffen, nachdem sie abgeholt worden sind? Viele Passanten diskutieren mit, stellen Fragen oder haben sogar eigene Tipps parat.

Für die Aufklärungskampagne in Sachen Mülltrennung haben sich PreZero und GeTon zusammengetan. GeTon ist ein Initiativbündnis aus Unternehmen der Verpackungsindustrie, Markenherstellern, Einzelhändlern sowie Unternehmen der Entsorgungs- und Recyclingbranche. Und PreZero als eines der führenden Entsorgungs- und Recyclingunternehmen will neue Wertstoffkreisläufe schaffen und Ressourcenverschwendung stoppen. Das passt. Gemeinsam machen GeTon und PreZero über knapp zwei Monate auf 20 verschiedenen Parkplätz vor Filialen der Handelsketten Kaufland und Lidl Station, um die Kunden auf das wichtige Thema Recycling aufmerksam zu machen. Bei Glas und Papier klappt das übrigens schon sehr gut. Doch bei Verpackungen aus Gelbem Sack und Gelber Tonne ist noch jede Menge Luft nach oben.

Mit ihren leuchtend gelben Jacken und Mützen sind die Recycling-Aufklärer auf dem Parkplatz schon von weitem zu erkennen. Mit dabei ist auch ein Entsorgungsfahrzeug von PreZero nebst Fahrer, das vor allem bei Vätern und ihren Söhnen für viel Interesse sorgt. Gemeinsam staunen sie über die 360-PS-starken Motoren, das Telematik-Board und die Drucktechnik für die Müllpressung im Inneren des Fahrzeugs. „Zeitgemäße Entsorgung ist auch ein Stück High-Tech“, weiß PreZero-Fahrer Frank Rapior.

Zusammenkippen ist nicht

Aber eben nicht nur. Wie sehr es bei Recycling auch auf jeden Einzelnen ankommt, das ist die wichtigste Botschaft von Friedhelm Susok bei seinen Gesprächen. „Manche Leute trennen ihren Abfall gar nicht mehr richtig, weil sie glauben, dass am Ende doch wieder alles zusammengekippt wird“, berichtet er. Doch das stimmt natürlich nicht. Vielmehr schreibt das Verpackungsgesetz vor, dass mindestens 58,5 Prozent der Kunststoffverpackungen identifiziert und wertstofflich wiederverwertet werden müssen. Und in den kommenden Jahren wird dieser Grenzwert sogar noch weiter ansteigen. Die Industrie muss sich also mächtig anstrengen. Einfach alles zusammenkippen, so einfach ist es nicht.

Damit die Grenzwerte erreicht werden, müssen aber auch die Verbraucher ihren Teil dazu beisteuern. Denn noch immer können viele wertvolle Rohstoffe nur dann wiederverwertet werden, wenn sie zuvor ordentlich nach Wertstoffarten getrennt in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne gegeben worden sind.

Dabei geht es auch um Feinheiten: Vor der Kaufland-Filiale in Hermeskeil in der Pfalz erfährt eine erstaunte Besucherin, dass sie gebrauchte Joghurtbecher nicht spülen und ineinander stapeln soll. Stattdessen sei es wichtig, den Aluminiumdeckel komplett vom Becher zu lösen und beides getrennt in den Gelben Sack zu werfen. „Ansonsten landet der Becher trotzdem in der Müllverbrennung, weil die Sortiermaschinen die beiden Wertstoffe nicht voneinander trennen können“, erklärt Susok. Die Pappummantelung – sofern vorhanden – muss übrigens ebenfalls entfernt werden. Sie gehört in den Papiermüll.

Falsch entsorgte Akkus sind besonders gefährlich

In Berlin offenbart ein junger Mann Wissenslücken mit der Annahme, dass Dosen nicht in den Gelben Sack gehören (doch, genau da gehören sie rein!). Auch, dass Verschlüsse von Bechern und Flaschen möglichst getrennt werden sollten, ist längst nicht jedem bekannt. Dagegen sind Batterien und vor allem Akkus sogar eine ernste Gefahr im Verpackungsabfall. Schon mehrfach haben falsch entsorgte Akkus gefährliche Brände ausgelöst. Ganze Sortieranlagen sind dadurch schon in Flammen aufgegangen. Hätten Sie das gewusst?

Auch aktuelle Themen kommen zur Sprache: So reagierten viele Bürger verärgert auf Medienberichte, wonach angeblich noch immer viele Abfälle aus Deutschland in asiatische Länder wie beispielsweise Malaysia exportiert würden. Dagegen helfen Fakten: „Die Materialien aus der Gelben Tonne betrifft das nicht – die werden heutzutage ausnahmslos in deutsche Sortieranlagen geliefert, wo sie nach hohen Standards nach Wertstoffen getrennt und dem Recycling zugeführt werden“ versichert Friedhelm Susok einem skeptischen Besucher im oberbayrischen Bad Tölz. Der Mann ist überzeugt.

Doch nicht nur die Verbraucher, auch die Einzelhändler können viel dazu beitragen, die Verschwendung von wertvollen Ressourcen zu verringern. Beispielsweise arbeitet die Schwarz Gruppe, zu der neben PreZero auch Kaufland und Lidl gehören, seit Jahren daran, PET-Flaschen aus möglichst viel recyceltem Material herzustellen. Der Flaschenkörper der 1,5-Liter-Flasche mit stillem Mineralwasser der Lidl-Eigenmarke Saskia besteht bereits heute zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff.

Zudem bietet Kaufland seit Kurzem Gurken ohne die viel diskutierte Plastik-Umhüllung an. „Es tut sich was“, stellt ein Besucher in Hamburg zufrieden fest. Genau!

Mehr über die Aktionstour unter www.get-on.org. Darüber hinaus hat PreZero über den gesamten Aktionszeitraum hinweg auf Instagram und Facebook einfache Tipps und Fakten unter dem Motto „Jetzt wird #trenniert!“ gepostet.

Artikel teilen