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PreZero unterstützt Projekte zur Vermeidung von Plastikmüll in den Meeren

Veröffentlicht: 24.09.2020
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Bereits seit 2015 arbeitet PreZero mit dem WWF zusammen und unterstützte die Projekte zum Schutz der Meere. Nun wurde die Partnerschaft auf internationaler Ebene ausgeweitet und um weitere fünf Jahre bis 2025 verlängert.

Im Rahmen eines Sponsorings fördert PreZero neben den bisherigen WWF-Projekten „Geisternetze“ in der Ostsee und einem Modellprojekt zur Vermeidung von Plastikmüll auf der Insel Phu Quoc (Vietnam) nun auch die Initiierung eines weiteren Modellprojekts zur Ursachenbekämpfung von Plastikmüll auf der Insel Koh Libong in Thailand.

PreZero stellt dem WWF nicht nur finanzielle Mittel zur Verfügung, sondern bringt zusätzlich sein technisches Know-how in Umweltfragen, wie der Verwendung von Sekundärrohstoffen, der Einführung von Rücknahmesystemen und der Entwicklung von Abfallbewirtschaftungsplänen in die Partnerschaft ein. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen den WWF auch auf politischer Ebene bei wichtigen Kampagnen und Forderungen an die Politik, z.B. für ein globales und rechtsverbindliches Abkommen, um die Plastikflut in die Meere zu stoppen.

Erfolgreiche Kooperation zur Bergung und Verwertung von Geisternetzen wird fortgeführt

PreZero engagiert sich auch weiterhin für die aufwendige Bergung von herrenlosen Kunststoffnetzen aus der Fischerei. In den vergangenen fünf Jahren hat der WWF umweltverträgliche Methoden zur Suche und Bergung von Geisternetzen entwickelt. Dazu arbeitet der WWF mit Fischern und professionellen Tauchteams zusammen, die verhakte Netze vom Boden lösen und durch Anhängen an eine Winde auf einem Kutter bergen. Die Suche mit einem Sonargerät, das mit Schallwellen den Meeresboden abbildet, hat sich als die effizienteste Suchmethode erwiesen. So können große Flächen nach verlorenem Netzmaterial abgesucht werden.

Seit Januar 2020 können Taucher über die Geistertaucher App die Verdachtsstellen der Sonaraufnahmen bestätigen und an den WWF zurückmelden. Geisternetze an bestätigten Positionen können umweltverträglich und effizient geborgen werden.

Im März 2017 starteten außerdem verschiedene Versuchsreihen zu den Möglichkeiten einer wertstofflichen oder thermischen Verwertung der geborgenen Netze. Dabei hat sich gezeigt, dass die Netze während der langen Verweildauer im Meer Metalle, Kabel und anderen Müll aufsammeln. Eine Trennung der Materialien, vor allem auch der toxischen Bleileinen aus Stellnetzen, muss manuell durchgeführt werden und ist sehr aufwändig. Der feine Sand der Ostsee greift die Maschinen für die Zerkleinerung und Faserwäsche an. Bisher gibt es keinen ökologisch sinnvollen Entsorgungsweg für Geisternetze, weil sie das Schwermetall Blei als Gewichte enthalten.

Die Ergebnisse der Tests sind in den Erfahrungsbericht für MARELITT Baltic eingeflossen, in dem der WWF Handlungsempfehlungen für den Umgang mit geborgenen Fischernetzen zur Verfügung stellt. Diese Handlungsempfehlungen werden nun in die Politik eingebracht, die sich diesem Thema in den kommenden Jahren durch aktive Maßnahmen federführend stellen muss.

Abfallvermeidung und -management in Südostasien als Schwerpunkt der Zusammenarbeit

Die Region Südostasien ist eine der Haupteintragsquellen von Plastik in die Meere. Ursächlich sind vor allem das hohe Plastikmüllaufkommen im Touristiksektor sowie die fehlenden oder ineffektiven Abfallsammel- und Entsorgungssysteme einzelner Länder. Zur Bekämpfung der Hauptursachen der Meeresverschmutzung betreibt der WWF verschiedene Pilotprojekte in Südostasien.

Das Engagement von PreZero richtet sich auf zwei Projektregionen: Die Insel Phu Quoc in Vietnam sowie die Insel Koh Libong in Thailand.

Die Insel Phu Quoc hat sich zu einem bedeutenden Ziel für den überregionalen Tourismus entwickelt. Damit einher geht ein deutlicher Zuwachs der Abfallmengen, auf welche die Insel strukturell nicht eingestellt ist und die die einzigartige Natur in dieser Region bedrohen. Um die negativen Folgen der Tourismusentwicklung für die hochsensiblen Meeresschutzgebiete und Nationalparks der Insel Phu Quoc abzumildern, setzt sich der WWF vor Ort für die Implementierung von Müllvermeidungsmaßnahmen im Touristiksektor und mittelfristig für den Aufbau eines getrennten Abfallmanagementsystems ein.

Das Projekt arbeitet auf das übergeordnete Projektziel hin: Bis Ende des Jahres 2021 ist das Abfallmanagement auf Phu Quoc dank Interventionen der öffentlichen Hand und des Privatsektors verbessert und trägt dazu bei, die Auswirkungen von Plastikmüll auf marine Ökosysteme zu minimieren.

Mit der Verlängerung und Ausweitung der Partnerschaft wird ein weiteres Projekt zur Ursachenbekämpfung von Plastikmüll auf der Insel Koh Libong in Thailand vom WWF initiiert.

Das Projekt hat zum Ziel, den Eintrag von Plastikmüll in die sensiblen Küstengewässer der Insel Koh Libong zu reduzieren. Dort leben u.a. die gefährdeten Gabelschwanz-Seekühe (Dugongs). Die Maßnahmen des WWF zielen prioritär darauf ab, das Abfallmanagement entlang der Küstenstädte zu verbessern, getrennte Müllsammlungen einzuführen und die Recyclingquoten von Wertstoffen zu erhöhen. Das WWF-Vorhaben in Thailand ist angelegt als ein Modellprojekt zur Umsetzung der nationalen Agenda für verbessertes Abfallmanagement von Plastikwertstoffen.

An der Seite des WWF wird PreZero seine fachliche Expertise bei der Installation von Systemen zur Verwertung getrennt gesammelter Abfälle und Wertstoffe einbringen.

PreZero – langjährige Expertise in Abfallentsorgung und Kreislaufwirtschaft

PreZero ist eines der führenden Abfall- und Recyclingunternehmen in Deutschland und Europa. An mehr als 90 Standorten bietet das Unternehmen die Entsorgung von Abfällen sowie die Sortierung und Aufbereitung von Wertstoffen an. Das Ziel: Ressourcen schonen und die Menge des Abfalls, die nicht wiederverwertet werden kann, gegen Null reduzieren. Zudem engagiert sich PreZero in Forschungsprojekten zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

 

WEITERE INFORMATIONEN

Plastikmüll im Meer – die wichtigsten Antworten

Highlights aus der Entwicklung des Geisternetze-Projekts

PreZero und der WWF

 

Schildkröte: © WWF/Troy Mayne

Phu Quoc: © Heide Kerber/ISOE

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