Strategische Verpackungsberatung

für PPWR-konforme und marktfähige Verpackungen
Expertinnen-Team von PreZero bei der Verpackungsberatung und gemeinsamen Entwicklung nachhaltiger Recycling-Lösungen am Whiteboard

Mit der EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) verändern sich die Anforderungen an Verpackungen grundlegend. Recyclingfähigkeit, Materialeinsatz und Dokumentation werden zu verbindlichen Voraussetzungen für den Marktzugang.

Mit unserer Verpackungsberatung entwickeln Sie Verpackungen systematisch weiter – von Design for Recycling über die strukturierte Dokumentation regulatorischer Anforderungen bis zur Eignung im realen Recyclingprozess.

Neue Anforderungen an Verpackungen

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) markiert einen grundlegenden Paradigmenwechsel für Verpackungen. Was bisher über Design, Marketing und Kosten gesteuert wurde, wird künftig durch regulatorische Anforderungen und die physische Recyclingfähigkeit bestimmt.

Verpackungen müssen heute mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen: regulatorische Vorgaben, technische Recyclingfähigkeit und wirtschaftliche Effizienz. Die PPWR macht Anforderungen an Materialien, Recyclingfähigkeit und Dokumentation verbindlich.

Wer diese Anforderungen nicht erfüllt, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern den Marktzugang seiner Produkte.

Als technischer Compliance Partner übersetzen wir Paragraphen in Prozesse. Wir sorgen dafür, dass Themen wie Mindestrezyklatanteil oder Stoffbeschränkungen (PFAS) Ihre Lieferkette nicht ausbremsen.

Welche Unternehmen besonders betroffen sind

Die neuen Anforderungen betreffen die gesamte Wertschöpfungskette. Drei Gruppen stehen dabei besonders im Fokus der Regulierung:

Inverkehrbringer und Markenhersteller

Sie müssen nachweisen, dass ihre Verpackungen technisch recyclingfähig sind. Ohne belastbaren Nachweis drohen Verkaufsverbote oder höhere Gebühren durch Ecomodulation.

Handel und Private Label

Als Schnittstelle zum Endkunden trägt der Handel die Verantwortung für die Prüfung der Lieferanten. Die Konformitätserklärung wird zur Voraussetzung für die Listung im Sortiment.

Onlinehändler

Für Versand- und Transportverpackungen gelten zusätzliche Anforderungen. Ab 2030 begrenzt die PPWR den zulässigen Leerraum in Verpackungen auf maximal 50 %.

Unternehmen müssen ihre Verpackungskonzepte entsprechend anpassen, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Technische Analyse von Kunststoffverpackungen mit Messschieber und Konstruktionszeichnungen zur Optimierung der Recyclingfähigkeit bei PreZero.

Verpackungen im Kreislauf denken

Verpackungen wurden bisher primär entlang von Design- und Produktionsanforderungen entwickelt. Mit der PPWR wird dieser Ansatz abgelöst.

Künftig entscheidet nicht mehr allein die Gestaltung, sondern ob Verpackungen im realen Entsorgungs- und Recyclingsystem funktionieren und regulatorische Anforderungen erfüllen.

Eine fundierte Verpackungsentscheidung berücksichtigt daher das gesamte System:

  • Materialstruktur der Verpackung
  • Sortierfähigkeit in bestehenden Anlagen
  • Recyclingprozesse für unterschiedliche Materialströme
  • regulatorische Anforderungen und Nachweispflichten
  • wirtschaftliche Auswirkungen entlang des gesamten Lebenszyklus

Wir verbinden diese Perspektiven in der Verpackungsberatung und schaffen so eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Design, Compliance und Wirtschaftlichkeit.

Unser SPEAR-Modell: Verpackungsoptimierung in fünf Phasen

Das SPEAR-Modell strukturiert die Bewertung und Weiterentwicklung von Verpackungen entlang technischer, regulatorischer und wirtschaftlicher Anforderungen.

S – Study (Analyse)

Wir analysieren Ihr Verpackungsportfolio systematisch – von Stoffbeschränkungen über Recyclingfähigkeit bis zur regulatorischen Konformität.

P – Prepare (Strategie)

Wir entwickeln eine klare Roadmap für Design-, Material- und Prozessanpassungen, die ökonomische Ziele und regulatorische Anforderungen zusammenführt.

E – Enhance (Optimierung)

Wir optimieren Ihre Verpackungen nach Design-for-Recycling-Kriterien – etwa durch die Umstellung auf Monomaterialien oder eine verbesserte Sortierfähigkeit.

A – Act (Umsetzung)

Wir begleiten die Umsetzung entlang der gesamten Supply Chain – von Materialentscheidungen über den Einsatz von Rezyklaten bis zu Abfülltests.

R – Report (Daten & Nachweis)

Wir strukturieren Ihre Verpackungsdaten und stellen die erforderlichen Nachweise für Behörden, Systeme und Handel bereit.

Verschiedene Kunststoffverpackungen, Rezyklat-Flakes und Granulat zur Veranschaulichung des PreZero Recycling-Kreislaufs

Ihre Road to PPWR – Unser Leistungsangebot für Verpackungsberatung im Überblick

Erfahren Sie im Detail, wie wir Sie in jeder Phase des SPEAR-Modells unterstützen. Laden Sie sich jetzt unsere komplette Leistungsbeschreibung herunter – inklusive aller Module für Analyse, Strategie und operative Umsetzung.

Leistungsbeschreibung herunterladen
PreZero Mitarbeiter arbeitet an einem Laptop mit SPOT

Digitale Unterstützung mit dem SPOT Tool

Für die strukturierte Bewertung und Dokumentation von Verpackungen bieten wir Ihnen auch digitale Werkzeuge wie unser SPOT Tool.

Das Tool unterstützt Sie dabei, Ihre Verpackungsdaten systematisch zu erfassen, Recyclingfähigkeit zu bewerten und regulatorische Anforderungen nachvollziehbar zu dokumentieren.


 

Zum digitalen Compliance-Tool SPOT

FAQ – Häufige Fragen zu PPWR und Verpackungsoptimierung

Die PPWR gilt grundsätzlich für alle Verpackungen, die in der Europäischen Union in Verkehr gebracht werden, unabhängig von Material oder Einsatzbereich.

Dazu zählen unter anderem Verkaufsverpackungen, Transportverpackungen, Serviceverpackungen sowie Verpackungen im E-Commerce. Unternehmen müssen daher prüfen, welche ihrer Verpackungen unter die neuen Anforderungen fallen und welche Anpassungen erforderlich sind.

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ist seit dem 11. Februar 2025 in Kraft. Die meisten Anforderungen gelten ab dem 12. August 2026 unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten.

Unternehmen müssen ihre Verpackungen daher frühzeitig auf neue Anforderungen wie Recyclingfähigkeit, Rezyklateinsatz und erweiterte Dokumentationspflichten vorbereiten.

Design for Recycling bezeichnet die Entwicklung von Verpackungen mit dem Ziel, ihre Sortierung und Verwertung im bestehenden Sammel-, Sortier- und Recyclingsystem zu ermöglichen.

Materialien, Komponenten und Verpackungsstrukturen werden dabei so ausgelegt, dass sie technisch recyclingfähig sind und regulatorische Anforderungen – etwa der PPWR – erfüllen.

Die PPWR sieht für Kunststoffverpackungen Mindestquoten für den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) vor. Diese Quoten werden schrittweise eingeführt und unterscheiden sich je nach Verpackungstyp. 

Für kontaktsensible PET-Kunststoffverpackungen, wie sie im Lebensmittel- und Getränkebereich verwendet werden, sind beispielsweise 30 % Rezyklatanteil bis 2030 und 50 % bis 2040 vorgesehen.

Unternehmen müssen daher frühzeitig geeignete Materialstrategien und Lieferketten für Rezyklate aufbauen, da die Verfügbarkeit hochwertiger Post-Consumer-Rezyklate begrenzt ist. 

Als Kreislaufunternehmen beraten wir Sie strategisch zur Schließung von Rohstoffkreisläufen und helfen Ihnen, den Zugriff auf notwendige Stoffströme abzusichern bis hin zur Ressourcensouveränität.

Die Recyclingfähigkeit einer Verpackung wird anhand technischer Kriterien bewertet und muss belastbar nachgewiesen werden.

Entscheidend sind dabei unter anderem:

  • Materialstruktur der Verpackung
  • Sortierbarkeit in bestehenden Anlagen
  • Trennbarkeit einzelner Komponenten
  • Verwertbarkeit der Materialien im Recyclingprozess

In Deutschland erfolgt die Bewertung aktuell auf Basis des Mindeststandards der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR). Mit der PPWR werden diese Anforderungen europaweit harmonisiert. Dazu entwickelt die europäische Normungsorganisation CEN neue technische Standards (EN 18120).

Reine Modellbewertungen reichen in der Praxis häufig nicht aus. Entscheidend ist, ob Verpackungen in realen Sortieranlagen erkannt werden. Deshalb gewinnen empirische Sortiertests zunehmend an Bedeutung – insbesondere der Nachweis, dass Materialien von NIR-Systemen zuverlässig identifiziert werden.

Erst dieser physische Nachweis schafft belastbare Sicherheit gegenüber Handel und Behörden.

Die technische Dokumentation nach Anhang VII der PPWR bildet die Grundlage der Konformitätserklärung für Verpackungen. 

Sie muss unter anderem Angaben zur Materialzusammensetzung (einschließlich Klebstoffe und Farben), zur Recyclingfähigkeit (gemäß Art. 6), zum Rezyklatanteil sowie zur Verpackungsminimierung enthalten. 

Die Dokumentation dient als Nachweis gegenüber Behörden, Systemen und Marktpartnern, dass die Anforderungen der PPWR erfüllt werden.

Die erweiterte Herstellerverantwortung verpflichtet Unternehmen, Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer Verpackungen zu übernehmen. Dazu gehören insbesondere die Finanzierung der Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen.

Mit der PPWR wird diese Verantwortung weiter ausgebaut und stärker an Kriterien wie Recyclingfähigkeit und Materialeinsatz gekoppelt.